In einem Wohngebäude in Leutenbach wurde eine tragende Innenwand entfernt, um die bestehende Raumstruktur anzupassen. Die Wand erstreckte sich über eine Länge von rund 4,60 m und war statisch wirksam in das Deckensystem eingebunden.
Vor Beginn des Rückbaus wurde die angrenzende Decke beidseitig abgestützt, um die Lasten während der Bauphase kontrolliert abzutragen. Anschließend erfolgte der kontrollierte Abbruch der Wand und das Verladen des Materials in einen Container. Eine Entsorgung war nicht Bestandteil der Leistung.
Zur dauerhaften Lastübernahme wurden Breitflanschträger aus Stahl (HEB 200 und HEB 100, S235JR) eingebaut. Ergänzend kamen Flachstahl-Elemente nach DIN EN 10025 sowie Breitflachstahl gemäß DIN 59200 zum Einsatz. Die Profile wurden gemäß Vorgabe positioniert und vor Ort verschweißt.
Die Kombination aus Stahlträgern und ergänzenden Stahlelementen übernahm die Funktion der zuvor entfernten Wand und leitete die Lasten in die angrenzenden Bauteile ab. Lieferung der Stahlbauteile sowie die Montage einschließlich Schweißarbeiten erfolgten im Rahmen der Gesamtleistung.
Durch die konstruktive Verstärkung entstand eine neue tragfähige Öffnung innerhalb des Bestands, ohne die statische Integrität des Gebäudes zu beeinträchtigen.
SCHLAGWÖRTER:
HEB-Träger, Wanddurchbruch, Stahlbau, Tragwerksanpassung, Leutenbach